verschärfte Anforderungen der EnEV seit 01.01.2016
08.01.2016

Seit dem Jahreswechsel gelten gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) erhöhte Anforderungen im Hinblick auf den Wärmeschutz von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Diese waren bereits mit der EnEV 2013/2014 eingeführt worden und werden gemeinhin als "EnEV 2016" bezeichnet, wenngleich am 01.01.2016 keine neue EnEV in Kraft getreten ist.

Bei Wohngebäuden darf der Jahres-Primärenergiebedarf  Q(P) nur noch maximal 75% des Bedarfs des Referenzgebäudes nach Tabelle 1 der Anlage 1 betragen. Zudem darf der Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle, zusätzlich zu den bisher geltenden Anforderungen, den des Referenzgebäudes nicht überschreiten. Hierdurch reduziert sich der zulässige Wärmeverlust über die Gebäudehülle im Vergleich zum Niveau 2013/2014 ebenfalls.

Bei Nichtwohngebäuden gilt als Höchstwert für Q(P) ebenfalls 75% des Bedarfs des Referenzgebäudes nach Tabelle 1 der Anlage 2. Des Weiteren reduziert sich der zulässige, mittlere U-Wert der Bauteile der Gebäudehülle im Bereich von "normal beheizten" Räumen. So gilt beispielsweise für opake Außenbauteile (Wand, Dach usw.) ab 2016 ein zulässiger, mittlerer U-Wert von 0,28 W/(m²K), während bis 31.12.2015 ein Wert von 0,35 W/(m²K) zulässig war.

Die verschärften Anforderungen gelten für Bauvorhaben,  für die der Bauantrag nach dem 01.01.2016 eingereicht wird.

paragraph.jpg
Neue EnEV tritt im Mai 2014 in Kraft
16.12.2013

Mit der im November verabschiedeten Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Gesetzgeber die Weichen für eine weitere Verbesserung bei der energetischen Nachhaltigkeit von Neubauten gestellt. Eine Verschärfung der Anforderungen bei der Sanierung bestehender Gebäude sieht die EnEV hingegen nicht vor.

Die Änderung der EnEV wurde im Bundesgesetzblatt vom 18.11.2013 verkündet und tritt ab 1.Mai 2014 in Kraft. Gebäude, für die nach diesem Datum ein Bauantrag gestellt wird, müssen dann nach der geänderten EnEV errichtet werden. Diese sieht beim winterlichen Wärmeschutz (Jahres-Primärenergiebedarf, Transmissionswärmeverlust) zunächst eine Beibehaltung der bisherigen Anforderungen vor, ab 1.1.2016 verschärfen sich die Anforderungen dann um bis zu 25%.

Beim sommerlichen Wärmeschutz (dieser betrifft z.B. den Energiedurchlassgrad der Fenster sowie die Wirksamkeit von Sonnenschutzvorrichtungen) wird ab 1.Mai 2014 die Einhaltung der DIN 4108-2:2013 festgeschrieben, wodurch die Anforderungen im Wesentlichen strenger geworden sind. Insbesondere in Nichtwohngebäuden wie z.B. Bürogebäuden werden damit Lüftungsanlagen immer öfter erforderlich, um die Anforderungen einzuhalten.

Weiterhin haben sich die Pflichten im Zusammenhang mit dem Energieausweis verschärft: Für Wohngebäude enthält dieser künftig die Angabe der Energieeffizienzklasse (A+ bis H), die auch in Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien veröffentlicht werden muss - dies jedoch nur, wenn auch ein Energieausweis vorhanden ist. Bei Immobilienbesichtigungen muss der Ausweis den Interessenten zugängig gemacht werden. Neu ist auch die Aushangpflicht in Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr (bisher: nur in öffentlichen Gebäuden).

Eine nichtamtliche Lesefassung der EnEV, in die die Änderungen eingeflossen sind, kann auf der Internetseite des BMWi abgerufen werden.

paragraph.jpg
Europäischer Architekturpreis für e%-Energieeffiziente Wohnanlage in Ingolstadt
09.04.2013

Das Objekt "e%-Energieeffizienter Wohnungsbau Hollerstauden in Ingolstadt" , das unter der Leitung von Bogevischs Büro, München, realisiert wurde, ist mit dem Europäischen Architekturpreis 2012 Energie + Architektur ausgezeichnet worden.

Beurteilungskriterien für diesen Wettbewerb, der vom BDA Bund Deutscher Architekten und ZVSHK Zentralverband Sanitär Heizung Klima ausgelobt wurde, waren nicht nur ästhetische Gestaltung und Einbindung in das städtebauliche Umfeld, sondern insbesondere auch nachhaltige Bauweise, effizienter Ressourceneinsatz und Qualität des energetischen Konzepts.

Unsere Leistungen umfassten die Beratung zum Wärme- und Schallschutz von der Konzeptphase bis zur Vergabe sowie Unterstützung bei der Umsetzung der Kriterien des Wärme- und Feuchteschutzes, wie beispielsweise der Vermeidung von Wärmebrücken.
hollerstauden2.jpg